Verkehrsrecht

Unfall: Kosten des Anwalts sind zu erstatten

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer einen Unfall hatte, möchte seinen Schaden schnell ersetzt bekommen. Es bietet sich an, die Schadensabwicklung einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht zu überlassen. Und haben Sie keine Angst- die Anwaltskosten hierfür muss die Versicherung des Verursachers des Unfalls übernehmen!

Dies hat jetzt noch einmal das Amtsgericht Balingen festgestellt. In dem Fall stritten die Parteien nach einem Unfall über die Schadensabwicklung. Die Schuldfrage war geklärt. Der Schaden insgesamt betrug rund 9.400 Euro. Diese Kosten wurden reguliert. Die Unfallgeschädigte forderte jedoch auch die Erstattung ihrer Anwaltskosten. Sie hatte den gesamten Schriftverkehr von ihrem Anwalt erledigen lassen. Das Gericht gab ihr Recht. Entscheidend sei die Sicht der Geschädigten. Bei dem Unfall habe sich der Schaden auf über 9.000 Euro belaufen. Auch wenn die alleinige Haftung des Unfallgegners festgestanden habe, habe der Geschädigten nicht klar sein können, dass sie den Schadensersatz sicher erhalte. Auch sei einem Laien nicht klar, was er denn genau fordern könne. Anwaltskosten müssen als Schadensersatz erstattet werden.

Mein Tipp: Konsultieren Sie nach einem Unfall immer einen Anwalt für Verkehrsrecht! Er allein kennt alle Schadensersatzansprüche und holt mehr für Sie raus! Die gegnerische Versicherung hat kein Interesse daran, Sie über alle Ansprüche aufzuklären. Es gibt viele Ansprüche, die allgemein weniger bekannt sind, wie etwa den so genannten Haushaltsführungsschaden oder den Minderwert des Fahrzeugs. Auch wenn die Haftung völlig klar ist, sollten Sie sich stets anwaltlich beraten lassen. Und die Kosten dafür trägt die Versicherung des Verursachers!

Ampel gelb… Darf ich noch fahren?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, ich wurde kürzlich von der Polizei angehalten und mit einem Bußgeld verwarnt, weil ich über eine gelbe Ampel gefahren bin. Ist das rechtens? Hilde E., Potsdam

Das kann durchaus sein! Gelb ordnet laut StVO an, vor der Kreuzung auf das nächste Zeichen zu warten und nicht noch schnell über die Kreuzung zu fahren, bevor es Rot wird. Das Gebot gilt allerdings nur, wenn der Fahrer noch gefahrlos abbremsen kann. Sie dürfen ausnahmsweise weiter fahren, wenn normales Bremsen das Fahrzeug nicht mehr vor der Haltelinie zum Stehen brächte. Wer bei Gelb bremst, handelt in aller Regel korrekt. Ein auffahrendes Fahrzeug ist in diesen Fällen meistens aufgrund fehlendem Sicherheitsabstandes der schuldige Unfallverursacher. Um rechtzeitig bremsen zu können, hat der Gesetzgeber die Dauer der Gelbphasen genau festgelegt: Bei Tempo 50 (also innerorts) bleibt die Ampel 3 Sekunden gelb, bei Tempo 60 schon 4 Sekunden und bei Tempo 70 immerhin 5 Sekunden. Wer sich also an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, sollte es in jedem Fall schaffen rechtzeitig anzuhalten.

Mein Tipp wie immer: Nehmen Sie trotzdem Bußgelder nicht einfach so hin, auch wenn sie auf den ersten Blick eindeutig erscheinen! Oder wissen Sie, ob die Dauer der Gelbphase bei Ihnen korrekt war? In vielen Fällen sieht ein Anwalt die Fehler und macht die Bescheide unwirksam. Und mit einer Rechtsschutzversicherung sind mögliche Kosten für Sie auch kein Problem! Nutzen Sie einfach unsere Strafzettelboxen oder senden uns den Bescheides per WhatsApp an 0157/ 859 12122.

Defekter Parkautomat… Trotzdem parken?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, hin und wieder sind in Potsdam die Parkautomaten kaputt. Manchmal fallen die Münzen durch oder sie sind komplett ausgestellt.  Kann ich dann einfach so ohne Bezahlung parken? Marko R., Potsdam

Ganz so einfach ist es leider nicht. Sie müssen erst prüfen, ob es in derselben Parkzone noch weitere Parkscheinautomaten gibt. Sind diese funktionstüchtig, müssen Sie dort einen Parkschein ziehen. Gibt es keine weiteren Automaten oder funktionieren die anderen Automaten auch nicht, müssen Sie eine Parkscheibe ins Auto legen. Die Parkscheibe muss gut sichtbar sein, aber nicht zwingend hinter der Frontscheibe liegen.  Beim Einstellen der Zeiger kann der Beginn auf die nächste halbe Stunde vorgestellt werden. Sie dürfen allerdings die auf dem Automaten angegebene Höchstparkdauer nicht überschreiten! Ein selbstgeschriebener Zettel reicht im Übrigen als Ersatz nicht aus.

Weiterhin: Ist das Kleingeld mal nicht passend oder nimmt der Automat das Geldstück nicht an, sind Sie verpflichtet, sich andere Münzen zu besorgen. Dazu gab es bereits eine Gerichtsentscheidung des Oberlandesgerichts  Hamm: Es ist Sache des Autofahrers, so viele Versuche mit unterschiedlichen Münzen zu machen, bis ein Parkschein produziert wird…

 

Lustige Ausreden beim Blitzer…

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Die nachfolgenden Blitzer-Ausreden gab es wirklich, sind aber nicht zur Nachahmung sondern lediglich zum Schmunzeln geeignet:

  • Ich wurde von meiner Ehefrau verfolgt.
  • Ich hatte im Hänger ein Pferd und konnte deshalb nicht so schnell bremsen.
  • Eigentlich fahre ich immer langsam.
  • Der Blitz vom Blitzer hat mich geblendet.
  • Ich musste meinen verhaltensgestörten Kater zum Arzt bringen.
  • Ich wollte nur etwas testen: Beschleunigen auf 150 und sehen wie weit ich komme.
  • Ein Rettungswagen war hinter mir, ich wollte ihn nicht aufhalten.
  • Auf dem Beifahrersitz stand eine Torte, ich konnte nicht bremsen.
  • Ich fahre hier immer so schnell.
  • Ich hab neue Schuhe und noch kein Gefühl für das Gaspedal.
  • Das Schild tauchte aus dem Dunkeln auf, um sofort wieder zu verschwinden.
  • Mein Wellensittich hatte Durchfall.
  • Ich fand die Bremse auf die Schnelle nicht.

Mein Tipp: Manche Ausreden sind mehr als lustig, aber genauso vorgekommen. Besser Sie schweigen und lassen anwaltlich prüfen, ob das Bußgeld zurecht erhoben wurde oder wenigstens im Wege der Kulanz etwas zu machen ist.

Parkplatz… Wem gehört die Lücke?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Parkplätze in Potsdam sind heiß begehrt. Sie entdecken eine Parklücke, warten höflich dass der „Vorgänger“ ausgeparkt hat, da kommt von der anderen Seite ein Auto und schiebt sich in die Lücke. Ist das erlaubt? Oder darf man Parkplätze reservieren?

Das steht in der StVO. Vorrang hat derjenige, der den Parkplatz zuerst unmittelbar erreicht. Weiterlesen

Die Facebook- Falle

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Nach einem Verkehrsverstoß ist es grundsätzlich Aufgabe der Behörde, den wahren Fahr­zeugführer zu ermitteln. Dies ist oft schwierig, da der Halter nicht immer der Fahrer ist. Weiterlesen

Der Mittelstreifen der Hegelallee… Gehweg? Radweg? Wer hat Vorfahrt?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, in der Potsdamer Innenstadt gerate ich als Autofahrer beim Überfahren der Hegelallee ständig mit Radfahrern aneinander, welche den dortigen Mittelstreifen befahren. Keiner weiß, wer hier eigentlich Vorfahrt hat. Können Sie mir helfen? Marko R., Potsdam

Ganz klar: die Autofahrer! Darauf habe ich schon 2011 in einem Artikel hingewiesen; jetzt wurde dieses auch durch das Landgericht Potsdam bestätigt. Weiterlesen

Sturz im Bus – Haftet der Busfahrer?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, vor kurzem bin im 694er Bus beim Anfahren nach einer Haltestelle gestürzt. Ich hielt das Fahrmanöver für sehr abrupt und konnte mich nicht rechtzeitig festhalten. Trägt der Busfahrer die Schuld daran? Walter M., Potsdam

Grundsätzlich nicht. Nach einem aktuellen Urteil des OLG Celle haftet ein Fahrgast, der beim Anfahren stürzt, grundsätzlich allein, da er sich nach dem Einsteigen nicht sofort festen Halt verschaffte. Weiterlesen

Rotlichtblitzer Berliner Straße in Potsdam…

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, wie viele meiner Bekannten wurde auch ich in dieser Woche beim Überfahren der Kreuzung Schnellstraße/ Berliner Straße vom roten Blitz erfasst. Arbeitet das Messgerät richtig? Was kann ich machen? Cordula M., Potsdam

Zwischenzeitlich haben wir die ersten Akten der Behörde in anderen Verfahren erhalten und bei der Auswertung Fehler des Messgerätes festgestellt! Weiterlesen

Müssen Punkte im Bußgeldbescheid stehen?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, ich erhielt jetzt wegen eines Rotlichtverstoßes einen Bußgeldbescheid aus Gransee. Dabei wurde mir eine Geldbuße von 90,- € angedroht. Von Punkten steht da nichts. Kann ich mich darauf verlassen? Sven K.

Leider nicht. Einige Bußgeldbehörden schreiben die Punkte in den Bescheid, andere nicht. Verlassen können Sie sich darauf nicht, da es keine Pflicht für die Behörde gibt, die Punkte im Bußgeldbescheid anzugeben! Folgende Dinge müssen lediglich im Bußgeldbescheid stehen:  Weiterlesen

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