Spurwechsel

Schneller als Richtgeschwindigkeit…?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer auf der Autobahn schneller als die Richtgeschwindigkeit fährt, kann bei einem Unfall mithaften. Selbst dann, wenn ihn an dem Unfall keine Schuld trifft. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins informiert über ein solches Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Die Frau fuhr auf der Autobahn. Sie blinkte und wechselte zum Überholen von rechts nach links.  Es kam zu einem Unfall mit einem auf dem linken Fahrstreifen heranfahrenden Fahrzeug. Laut Gutachten fuhr der Mann rund 200 km/h. Die Autofahrerin klagte und verlangte von dem anderen Fahrer Schadensersatz. Sie gab an, ordnungsgemäß überholt zu haben. Der Überholvorgang sei schon einige Sekunden abgeschlossen gewesen, erst dann sei es zur Kollision gekommen. Der andere Fahrer meinte, lediglich 150km/h gefahren zu sein. Der Unfall sei in Folge des abrupten Spurwechsels passiert. Im Ergebnis musste der Mann zu 30 Prozent haften, entschied das Gericht. Es sah die überwiegende Schuld am Unfall bei der Frau. Der Spurwechsel sei unvorsichtig erfolgt. Die Frau hätte sich besser vergewissern müssen, dass niemand gefährdet werde. Der andere Fahrer müsse zu 30 Prozent mithaften, da er die Richtgeschwindigkeit auf Autobahn von 130 km/h erheblich überschritten habe.

Mein Tipp: Wer schneller als 130 km/h fährt, vergrößert die Gefahr, dass sich ein anderer auf die Geschwindigkeit nicht einstellen kann und diese unterschätzt. Auch wenn der Fahrer keine Schuld am Unfall hat, muss er sich dennoch eine Haftung seines Fahrzeugs zurechnen lassen.

Reißverschlussprinzip gilt nicht immer…

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam

Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

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