Haustier

Wenn das Haustier überfahren wird…

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, mir ist vor kurzem hier in Potsdam eine Katze vors Auto gelaufen. Zum Glück gab es keine Berührung. Was hätte ich tun müssen, wenn es zum Unfall gekommen wäre? Bernd M.

Grundsätzlich ist es anders als beim Wildunfall: Autofahrer, die eine Katze oder einen Hund anfahren, begehen bei der Weiterfahrt keine Fahrerflucht. Es ist die Pflicht des Tierhalters, auf sein Tier aufzupassen. Denn bei einem Unfall mit einem Haustier handelt es sich –auch wenn es hart klingt-um eine Sachbeschädigung, da Tiere juristisch als Sache behandelt werden.

Aber auch trotz fehlender juristischer Pflicht im Verkehrsbereich sollte man dennoch anhalten, da anderenfalls ein Verfahren wegen Tierquälerei droht, wenn das überfahrene Tier noch lebt. Dann sollte die Unfallstelle abgesichert und die Polizei informiert werden. Bitte nicht dem verletzten Tier nähern, da Sie sich sonst selbst in Gefahr bringen können.

Ist das Tier bereits tot, besteht keine Pflicht zur Herbeiziehung der Polizei. Sie sollten dies dennoch tun, wenn Sie das Tier nicht bergen können und es eine Gefahr für andere Fahrer darstellt. Entschädigungsansprüche müssen Sie als Fahrer nicht fürchten, da der Tierhalter verantwortlich ist und diesem die Pflichtverletzung zugeordnet wird. Sind Schäden am Ihrem Fahrzeug durch den Unfall entstanden, können Sie diese vom Tierbesitzer fordern. Er hat in der Regel eine Haftpflichtversicherung dafür.

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