Blutprobe

Halten Sie die Klappe…!

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer sich als Beteiligter eines Verkehrsunfalls oder bei einer Polizeikontrolle zu viel erzählt, kann sich schnell um Kopf und Kragen reden. Hier die häufigsten Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten:

1. Zu schnell gefahren? Bitte nicht „Ich hatte es eilig“ als Entschuldigung anbringen! Dieses wird  als Vorsatz gewertet und die Geldbuße verdoppelt. 

2. Äußerungen zum Unfall? Bloß nicht. Wenn nach einem Unfall, in den Ihr Fahrzeug verwickelt gewesen sein soll, die Polizei an der Haustür klingelt, sollten Sie komplett schweigen. Gesteht man, den Wagen selbst gefahren zu haben, riskieren Sie Strafverfahren wegen Unfallflucht! Dass Sie vorher keinen Unfall bemerkten, glaubt man sowieso nicht. Also lieber erstmal komplett schweigen!

3. Bei einer morgendlichen Blutprobe nie den Alkohol vom Vorabend erwähnen! Sonst wird die seither abgebaute Alkoholmenge hinzuaddiert. Da ist der Grenzwert von 1,6 Promille schnell erreicht und dann geht es direkt zur MPU (sog. Idiotentest).

4. Schlafmützen aufgepasst! Niemals nach einem Unfall sagen, dass man kurz eingeschlafen ist! Das kann als Straßenverkehrsgefährdung gewertet werden, wonach der Entzug der Fahrerlaubnis droht.

Mein Tipp: Sagen Sie immer nur den einen Satz: „Dazu möchte ich mich momentan nicht äußern!“. Und dann ab zum Anwalt. Ihre Rechtsschutzversicherung zahlt das. Und wenn ein Polizist Ihnen erklärt, dass sich Ihr Schweigen nachteilig auswirkt, dann stimmt das nicht!

5. Medikamente sind tabu! Wer Medikamente -auch vermeintlich harmlose- eingenommen hat, sollte dies der Polizei gegenüber nicht angeben. Auch wenn einem beim Fahren schwarz vor Augen wurde, hüllt man sich besser in Schweigen. Andernfalls drohen Führerscheinentzug und MPU („Idiotentest“).

6. Angaben zum Verdienst? Bloß nicht!Über Geld spricht man nicht. Erst recht nicht mit der Polizei, denn eine mögliche Geldstrafe errechnet sich in der Regel aus der Höhe des Einkommens.

7. Drohendes Disziplinarverfahren? Wenn Sie einer Standes- oder Dienstaufsicht unterliegen (z.B. Ärzte oder Beamte), sollten Sie lieber nicht verraten, wo sie arbeiten. Ein Disziplinarverfahren liegt sonst in der Luft.  

8. Nicht einschüchtern lassen! Auch wenn die Beamten der Polizei manchmal sehr robust auftreten: Verhalten Sie sich respektvoll, aber lassen Sie sich nicht einschüchtern!

9. Nur Angaben zur Person machen! Faustformel: Nur die Daten angeben, die aufIhrem Personalausweis stehen. Keine Bemerkungen zum eigentlichen Vorwurf, insbesondere sind Rechtfertigungen völlig unangebracht. Daraus kann man Ihnen einen Strick drehen!

10. Weiteres über den Anwalt. Ein versierter Fachanwalt ist in Verkehrssachen ein Muss. Nur er sollte mit den Behörden in Kontakt treten. Wichtig: Bereits am Unfallort weist man die Beamten darauf hin, dass man sich über seinen Anwalt äußern will.

11. Schriftliche Anhörung. Flattert eine schriftliche Anhörung ins Haus, sofort zum Anwalt. Keinesfalls selbst ausfüllen und an die Polizei zurücksenden! Falsche Angaben sind schwer zu korrigieren!

12. Vorladungen ignorieren. Nicht auf Vorladungen der Polizei reagieren! Auch hier schnellstmöglich zum Anwalt, um die weitere Vorgehensweise zu erörtern. Und: Haben Sie eine Rechtsschutzversicherung, werden die Anwaltskosten übernommen! Dabei haben Sie übrigens immer eine freie Anwaltswahl!

Mein Tipp: Sagen Sie immer nur den einen Satz: „Dazu möchte ich mich momentan nicht äußern!“. Und dann ab zum Anwalt. Ihre Rechtsschutzversicherung zahlt das. Und wenn ein Polizist Ihnen erklärt, dass sich Ihr Schweigen nachteilig auswirkt, dann stimmt das nicht! Fortsetzung folgt…

Immer wieder: Klappe halten!

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer sich als Beteiligter eines Verkehrsunfalls oder bei einer Polizeikontrolle zu viel erzählt, kann sich schnell um Kopf und Kragen reden. Hier die häufigsten Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten: Weiterlesen

Immer wieder: Verweigern Sie das Pusten …!

VERKEHRSRECHT – Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht

Herr Eplinius, ich wurde vor kurzem zur Nachtzeit in Potsdam von der Polizei angehalten und auch zum Pusten aufgefordert. Muss ich das eigentlich? Marcel R., Babelsberg

 Nein! Und das sollten Sie insbesondere dann nicht, wenn Sie sich hinsichtlich Ihres Alkoholwertes nicht sicher sind! Weiterlesen

Noch einmal: Verweigern Sie das Pusten …!

VERKEHRSRECHT – Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht

Herr Eplinius, ich wurde vor kurzem zur Nachtzeit in Potsdam von der Polizei angehalten und auch zum Pusten aufgefordert. Muss ich das eigentlich? Jens J., Teltow

Nein! Und – Sie sollten das auch nicht tun! Weiterlesen

Ganz wichtig: Klappe halten!

VERKEHRSRECHT – Tipps vom Fachanwalt Mark Eplinius

Herr Eplinius, vor ein paar Tagen geriet ich in eine Polizeikontrolle in Potsdam / Babelsberg. Der Beamte überhäufte mich mit Fragen und ich war unsicher, was ich denn beantworten müsse. Können Sie mir einige Tipps geben?

Seien Sie nicht zu redselig! Dies gilt besonders bei Polizeikontrollen. Denn schnell reden Sie sich um Kopf und Kragen und die mögliche gute Erklärung geht nach hinten los. In Fortsetzung an meine Tipps der letzten Woche hier weitere Fehler:

Alkoholkontrolle… Verweigern Sie das Pusten!

VERKEHRSRECHT – Tipps vom Fachanwalt Mark Eplinius

Herr Eplinius, ich wurde vor kurzem zur Nachtzeit in Potsdam von der Polizei angehalten und im Wege der Alkoholkontrolle auch zum Pusten aufgefordert. Muss ich das eigentlich?

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Die Blutentnahme der Polizei – verwertbar?

VERKEHRSRECHT -Tipps vom Fachanwalt

Es lohnt sich immer eine Überprüfung, denn eine Blutentnahme zur Feststellung der Alkoholmenge im Blut gegen den Willen des Betroffenen erfordert immer eine richterliche Anordnung.

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