Rückwärts aus der Parklücke – volle Haftung

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, PotsdamFachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Auf Parkplätzen ist besondere Sorgfalt geboten, insbesondere für den Ausparkenden. Der Parkplatzsuchende muss nicht generell darauf achten, ob parkende Autos besetzt sind. Fährt er rückwärts an einer Parklücke vorbei, um einzuparken, und es kommt zum Unfall, weil jemand gleichzeitig rückwärts ausparkt, haftet der Vorbeifahrende nicht. Dies entschied das Landgericht Kiel, wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt.

Zum Fall: Ein Autofahrer fuhr auf einem Parkplatz an einer Parklücke vorbei, um rückwärts einparken zu können. In diesem Moment fuhr eine Fahrerin mit ihrem Wagen rückwärts aus der Parklücke. Als der Fahrer die Rückwärtsfahrlichter des anderen Fahrzeugs sah, stoppte er seinen Wagen und hupte. Es kam trotzdem zum Zusammenstoß. Vor Gericht klagte die Fahrerin dahingehend, dass der Parkplatzsucher mithaftet. Dieser nahm sich einen Anwalt und hielt erfolgreich dagegen.

Die Fahrerin haftet alleine, entschied das Gericht. Sie muss auch die Anwaltskosten des Klägers zahlen. Die Frau habe sich nicht ausreichend vergewissert, dass sich hinter ihr kein anderes Fahrzeug befunden habe. Daher überwiege ihr Verschulden so sehr, dass keine Schadensteilung in Betracht komme. Da der Abstand lediglich eineinhalb Meter betragen habe, müsse sie mit dem Ausfahren begonnen haben, ohne in den Rückspiegel zu schauen.

Mein Tipp: Ohne Anwalt ist man meistens chancenlos. Dieser kann Ihnen ein Sorglos-Paket bieten: Er kümmert sich um den nervigen Papierkram mit der Versicherung und garantiert Ihnen nicht nur eine stressfreie Abwicklung, sondern auch die Auszahlung des Schadenersatzes in voller Höhe. Und die Versicherung bezahlt den Anwalt.

Default image
Eplinius
Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.