Geblitzt worden… Lohnt sich ein Einspruch?

„War das ein Blitzer? Bin ich doch zu schnell gefahren?“ Wer kennt das nicht, wenn es plötzlich „blitzt“? Vielleicht hat doch nur die Sonne geblendet? Meist jedoch ist die Antwort kurze Zeit später im Briefkasten: ein Anhörungsbogen oder sogar schon ein Bußgeldbescheid.

Tatsächlich aber macht ein Einspruch oft Sinn und führt zum Erfolg. Worauf ist zu achten?

Es gibt viele mögliche Ursachen für ein falsches Bußgeldverfahren.

So kann es z.B. bei Geschwindigkeiten zu Fehlmessungen kommen. Zur Überwachung der Geschwindigkeit auf unsren Straßen werden verschiedene Messgeräte – sogenannte Blitzer – eingesetzt. Geräte mit Sensoren, Radarfallen oder Laserpistolen, um nur ein paar zu aufzuzählen. Jedes dieser Geräte hat irgendwo seine Tücken und ist fehleranfällig. So können unterschiedliche Faktoren zu einem unwirdsamen Bußgeldbescheid führen:

  • Falsche Eichung des Messgerätes
  • Falscher Winkel bei der Aufstellung an der Straße
  • Fehlende Qualifizierung der Messbeamten
  • Falsche Geräteeinstellung an der Messstelle
  • Veraltete Software
  • Verfälschung der Messung durch Sonneneinstrahlung oder LED-Scheinwerfer
  • Unscharfes Blitzer-Foto
  • weitere Fahrzeuge auf dem Foto

Oder gibt es Formfehler bei der Bearbeitung der Fotos? Wurden die Messdaten nicht richtig ausgelesen und geprüft, oder gar der Toleranzabzug vergessen? Hier muss unbedingt Einspruch eingelegt werden.

Aber auch das Fahren über eine rote Ampel oder ein zu geringer Abstand wird von Blitzern festgehalten. Je nach Schwere oder Ausmaß des Verstoßes drohen hohe Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot. Besteht also die Möglichkeit einer Fehlmessung, ist es immer ratsam dagegen vorzugehen.

Richtig Einspruch einlegen

Zu allererst Frist von 14 Tagen einhalten! Eine Begründung ist nicht erforderlich. Liegt der Verdacht eines falschen Bescheids nahe, kann ein Anwalt für Verkehrsrecht oft helfen. Dieser erhält eine volle Akteneinsicht und kann Eichscheine oder Messdaten anfordern und sogar Gutachten erstellen lassen.

Nicht immer geht das Verfahren vor Gericht. Können mit Hilfe eines Verkehrsanwaltes Beweise vorgelegt und die Unschuld bewiesen werden, wird das Verfahren eingestellt. Im Zweifel kann eine Untersuchung auch dazu führen, dass der Geschwindigkeitsverstoß geringer ausfällt – und sich das Bußgeld sowie weitere Sanktionen reduzieren. Denn tatsächlich sind Bußgeldbescheide häufiger fehlerhaft als man denkt! Ein Einspruch mit plausibler Faktenlage gemeinsam mit anwaltlicher Hilfe kann dann zum Erfolg führen.

Und eine Rechtsschutzversicherung für Verkehrsrecht übernimmt sogar die Kosten dafür. Sprechen Sie uns an!

 

Der Potsdamer Rechtsanwalt Mark Eplinius ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Strafrecht.  Die Anwälte der Kanzlei Am Silbergraben 22 unterstützen Sie mit einer kostenlosen Kurzinfo unter 0331 / 231 801-0 oder unter www.eplinius.de.

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