Das Stoppschild – Wo genau anhalten?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, beim Befahren eines Stoppschildes überlege ich immer wieder, wo genau denn nun der Punkt zum Anhalten ist. Können Sie mir das sagen? Friedo S., Potsdam

Na klar! Grundsätzlich muss das Fahrzeug beim Passieren eines Stoppschildes anhalten; d.h. alle Räder müssen ruhen. Eine bestimmte Standzeit gibt es nicht.

Am Schild selbst hält niemand an! Sofern eine Haltelinie (die dicke weiße Querlinie) vorhanden ist, muss an dieser angehalten werden. Gibt es eine solche Linie nicht, ist das Haltegebot dort zu befolgen, wo die sog. Sichtlinie ist. Diese existiert nur in Gedanken: sie ist weiter vorn, wo man den Querverkehr einsehen kann, ihn aber noch nicht blockiert.

Beachten Sie: Können Sie die Straße von der Haltelinie nicht gut einsehen, müssen Sie sowohl an dieser als auch an der Sichtlinie anhalten.

Im Falle einer vorhandenen Ampel oder eines den Verkehr regelnden Polizisten besteht Vorrang vor dem Stoppschild!

Vorsicht: Das Überfahren eines Stoppschildes mit Unfall oder Gefährdung kann teuer werden.  Dann stellt das Überfahren einen schweren Verkehrsverstoß dar, worauf die Versicherung von ihrer Zahlungspflicht befreit sein kann. Aber auch ohne Unfall drohen Ihnen im Falle einer Gefährdung eines anderen Fahrzeuges ein Punkteeintrag und eine Geldbuße.

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