Archiv – Familienrecht

Achtung! Höherer Kindesunterhalt ab 01.01.2019 …

FAMILIENRECHTs-Tips von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Verkehrsrecht und Familienrecht

Achtung! Höherer Kindesunterhalt ab 01.01.2019 …

Ab dem 01.01.2019 gelten beim Kindesunterhalt geänderte Unterhaltsbeträge. Diese wurde pro Altersstufe um ca. 6 € gegenüber dem Vorjahr erhöht. Danach lautet der Mindestunterhalt (Zahlbetrag) bei einem Einkommen bis 1.900,- € wie folgt :

Alter des Kindes   0-5  Jahre                         anstatt 251 € nunmehr 257 €

Alter des Kindes   6-11 Jahre                        anstatt 302 € nunmehr 309 €

Alter des Kindes 12-17 Jahre                        anstatt 370 € nunmehr 379 €

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Ab dem 01.07.2019 erfolgt eine weitere Änderung des Kindesunterhaltes, da das Kindergeld um 10 € erhöht wird:

Alter des Kindes   0-5  Jahre                        anstatt 257 € nunmehr 252 €

Alter des Kindes   6-11 Jahre                        anstatt 309 € nunmehr 304 €

Alter des Kindes 12-17 Jahre                        anstatt 379 € nunmehr 374 €

Der Kindesunterhalt wird also ab dem 01.07.2019 wieder verringert!

Aus diesem Grund ist es ratsam, bestehende Unterhaltsverpflichtungen überprüfen zu lassen, da im Einzelfall der Selbstbehalt aufgrund der Änderungen unterschritten sein kann und somit weniger Unterhalt zu leisten wäre.

Kurzehe? Blitzscheidung?

FAMILIENRECHTs-Tips von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Verkehrsrecht und Familienrecht

Nicht jede Ehe hält ein Leben lang. Schon lange nicht mehr. Bei manchen entpuppt sich die Hochtzeit schon nach ganz kurzer Zeit als falsche Entscheidung. Doch eine Heirat kann nicht einfach rückgängig gemacht werden.
Eine sog. „Blitzscheidung“ gibt es nicht. Denn für alle Scheidungen gelten grundsätzlich dieselbe Voraussetzung: Die Ehe muss gescheitert sein, damit sie wieder geschieden werden kann. Dieses Scheitern wiederum wird erst vermutet, wenn die Ehegatten ein Trennungsjahr hinter sich gebracht haben und alls beide mit der Scheidung einverstanden sind. Ohne Einhaltung des Trennungsjahres gibt es also in der Regel auch keine Scheidung.

Wie so oft gibt es aber Ausnahmen: Liegt ein sogenannter „Härtefall“ vor, ist eine Scheidung auch früher möglich. In der Praxis allerdings eher selten. kommen solche Fälle allerdings selten vor. Umstände, die solch eine unzumutbare Härte rechtfertigen können, sind beispielhaft Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Gewalttätigkeiten des anderen Partners. 

Bei kurzen Ehen können Sie auch auf ein schnelles Scheidungsverfahren hoffen: Beim Zugewinnausgleich und der Aufteilung des Hausrats gibt es oft weniger Konflikte, auch können Sie auf die Durchführung eines Versorgungsausgleichs verzichten.

Beim Versorgungsausgleich werden bei der Scheidung die verschieden hohen Rentenanwartschaften, die die Eheleute während der Ehe erworben haben, ausgeglichen. Grundsätzlich wird das durch das Familiengericht den durchgeführt. Bei kurzen Ehen jedoch nur, wenn einer der Ehegatten dies beantragt. Als Ehezeit gilt der Zeitraum vom ersten Tag des Monats, in dem die Heirat stattfand, bis zum letzten Tag des Monats vor Zustellung des Antrages der Scheidung. Deshalb den Antrag auf Scheidung so rechtzeitig bei Gericht einzureichen, dass dieser noch rechtzeitig vor der Dreijahresfrist an Ihren Ehepartner zugestellt werden kann.

Stiefeltern… Welche Rechte haben sie?

FAMILIENRECHTs-Tips von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Verkehrsrecht und Familienrecht

Das klassische Familienmodell mit Vater, Mutter, Kind hat in der Wirklichkeit fast ausgedient. Mitlerweile dominieren Stiefvater, Stiefmutter, Familien mit gemeinsamen Kindern und Stiefkindern, Regenbogen- und Pflegefamilien. In den Familien existieren immer mehr Patchworkfamilien. Doch welche Rechte haben Stiefeltern überhaupt?

Bei einem „echten“ Stiefelternverhältnis –  der Partner hat das alleinige Sorgerecht für das Kind – darf der Stiefelternteil in Alltagsangelegenheiten mitentscheiden. Dazu zählen Dinge der Schule, Freizeit und Hobbys.  Allerdings muss das Einverständnis des sorgeberechtigten Partners bestehen.

Haben die getrenntenlebenden leiblichen Eltern das gemeinsame Sorgerecht für das Kind, kann der Stiefelternteil nur Entscheidungen treffen, wenn eine entsprechende Vollmacht erteilt wurde. Bei wesentlichen Entscheidungen (z. B. Schulwechsel) muss auch der zweite leibliche Elternteil zustimmen.

Wenn das Kind und der Stiefelternteil längere Zeit in einer häuslichen Gemeinschaft lebten, so hat der Stiefelternteil nach Trennung vom leiblichen Elternteil sogar ein weiteres Umgangsrecht zum Wohl des Kindes

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Stiefkinder nicht mitversichert, nur die leiblichen. Auch nach der Trennung der leiblichen Eltern bleibt das Kind bei dem Elternteil versichert, bei dem es das auch vorher war.

Stiefkinder sind mit ihren Stiefeltern gesetzlich nicht verwandt sind. Im Falle des Todes erbt das Stiefkind also nicht automatisch. Wer diesem etwas hinterlassen möchte, muss dies in einem Testament darlegen. Allerdings ist die Erbschaftssteuer deutlich höher als bei leiblichen Kindern.

Neuer Kindesunterhalt ab 2016

FAMILIENRECHT-Tips von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam,  Fachanwältin  für Verkehrsrecht und Familienrecht

Ab dem 01.01.2016 gelten beim Kindesunterhalt geänderte Unterhaltsbeträge. Diese wurde pro Altersstufe um ca. 15 € gegenüber dem Vorjahr erhöht; danach lautet der Mindestunterhalt (Zahlbetrag) wie folgt bei einem Einkommen bis 1500,- €:

  • Alter des Kindes   0-5   Jahre                        anstatt 225 € nunmehr 240 €
  • Alter des Kindes   6-11 Jahre                        anstatt 272 € nunmehr 289 €
  • Alter des Kindes 12-17 Jahre                        anstatt 334 € nunmehr 355 €
  • Alter des Kindes ab 18  Jahre                       anstatt 304 € nunmehr 326 €

Für Einkommen von mehr als 1.500,- € entstehen entsprechend höhere Unterhaltsverpflichtungen. Gern geben wir Ihnen dazu die notwendige Auskunft!

Ab dem 01.01.2017 soll eine weitere Erhöhung des Kindesunterhaltes erfolgen. Aus diesem Grund ist es ratsam, bestehende Unterhaltsverpflichtungen überprüfen zu lassen, da im Einzelfall der Selbstbehalt aufgrund der Änderungen unterschritten sein kann und somit weniger Unterhalt zu leisten wäre.

Neue Selbstbehalte im Unterhaltsrecht !

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam,  Fachanwältin  für Verkehrsrecht und Familienrecht

 

Ab dem 01.01.2015 gelten im Unterhaltsrecht geänderte Selbstbehalte. Dieser Betrag muss dem Unterhaltsschuldner nach Abzug seiner eigenen Verbindlichkeiten und dem Unterhalt zum Leben verbleiben: Weiterlesen

Erstes eigenes Umgangsrecht für leibliche Väter

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwältin Melanie Krasemann, Potsdam

Fachanwältin für Verkehrsrecht und Familienrecht

 

Bislang stand dem biologischen Vater im deutschen Rechtssystem kein eigenes Umgangsrecht zu, wenn die Mutter das gemeinsame Kind mit einem anderen Mann aufzieht und den Umgang mit dem leiblichen Vater verweigerte. Denn bisher konnte dieser nur dann einen Kontakt gegen den Willen der Kindesmutter erzwingen, wenn er nachweisen konnte, dass er bereits eine enge persönliche Beziehung zu seinem Kind aufgebaut hatte.

Gestern wurde eine neue gesetzliche Regelung beschlossen, die die längst überfällige Gleichstellung der Väter mit den Müttern stärkt. Weiterlesen

Neue Selbstbehalte im Unterhaltsrecht…

Familienrecht – Tipps von Rechtsanwältin  Melanie Kammel-Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Familienrecht und Verkehrsrecht

Ab dem 01.01.2013 gelten im Unterhaltsrecht geänderte Selbstbehalte. Dieser Betrag muss dem Unterhaltsschuldner nach Abzug seiner eigenen Verbindlichkeiten und dem Unterhalt zum Leben verbleiben: Weiterlesen

Mehr Rechte für Väter – das gemeinsame Sorgerecht

Familienrecht – Tipps von Rechtsanwältin  Melanie Kammel-Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Familienrecht

Vor zwei Jahren hat das höchste deutsche Gericht eine Grundsatzentscheidung getroffen, am 04.07.2012 hat das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf zum Sorgerecht verabschiedet.

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Vermögen in der Ehe… Meins oder deins?

FAMILIENRECHT – Tipps von Rechtsanwältin Melanie Kammel-Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Familienrecht

Die meisten Ehen in Deutschland werden ohne Ehevertrag geschlossen. Deshalb stellt sich die Frage, wie verhält es sich mit dem Vermögen, welches ich in die Ehe eingebracht oder während der Ehezeit erworben habe, wenn wir uns trennen sollten:

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Neue Selbstbehalte im Unterhaltsrecht…

FAMILIENRECHT – Tipps von Rechtsanwältin Melanie Kammel-Krasemann, Potsdam, Fachanwältin für Familienrecht

Seit dem 01.01.2011 gelten im Unterhaltsrecht geänderte Selbstbehalte. Weiterlesen

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