10 Verkehrsmythen… Hätten Sie es gewusst? (Teil 3)

Viele Irrtümer haben sich in den Köpfen deutscher Verkehrsteilnehmer festgesetzt. Eine  Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins deckte 10 verbreitete Mythen im Straßenverkehr auf.

5.) Ein vorhandener Radweg muss benutzt werden?

Nein. Der Radfahrer kann zwischen der Fahrbahn und dem Radweg wählen. Lediglich dort, wo entsprechende Schilder es ausdrücklich vorschreiben, ist der Radweg Pflicht.

6.) Ein Bußgeld ab 60,- € gibt immer mindestens einen Punkt in Flensburg?

Nicht ganz. Ordnungswidrigkeiten müssen neben der verhängten Geldbuße von mindestens 60,-€ auch in einer besonderen Liste der Fahrerlaubnisverordnung stehen. Ist der Verstoß nicht enthalten, gibt’s auch bei mehr als 60,-€ keine Punkte. Aber: Selbst wenn der Tatbestand in der Liste steht, können der Betroffene und sein Anwalt versuchen, die Geldbuße unter 60,-€ abzusenken. Gelingt dies, kommt man ebenfalls ohne Punkte aus.

7.) Ist man auf dem Blitzerfoto erkennbar, kann man nichts machen?

Auch das stimmt nicht. In mehr als 50 Prozent der Fälle gibt’s einen Weg aus den Punkten. Neben einem schlechten Foto ist nicht selten das Messergebnis aufgrund von Messfehlern nicht verwertbar. Dies, wie auch eine möglicherweise geringe Fahrlässigkeit, mindert die Buße und lässt Punkte und Fahrverbote häufig ganz entfallen.

Fortsetzung folgt…

Der Potsdamer Rechtsanwalt Mark Eplinius ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Strafrecht.  Die Anwälte der Kanzlei Am Silbergraben 22 unterstützen Sie mit einer kostenlosen Kurzinfo unter 0331 / 231 801-0 oder unter www.eplinius.de.

 

 

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Fritz Könnicke
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