Werkstatt – Wenn die Rechnung zu hoch ist…

VERKEHRSRECHT – Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht

Ärger mit der Werkstatt droht immer dann, wenn die Rechnung aus Sicht des Kunden nicht wie vereinbart ist. Fehlt eine Vereinbarung, fällt eine ortsübliche Vergütung an. Klingt einfach, führt aber laut ARAG-Experten trotzdem oft zu Streit. Hier ein paar wichtige Details.

Pauschalpreis: Einigen sich Werkstatt und Kunde auf einen Pauschalpreis, ist eine Abweichung nicht möglich. Wenn die Reparatur umfangreicher wird, muss die Werkstatt vorher reden.

Kostenvoranschlag: Dieser ist meist nicht ganz verbindlich; eine Erhöhung von 10 bis 20 Prozent muss akzeptiert werden.

Bezahlungspflicht: Ohne Auftrag kann die Werkstatt grundsätzlich nicht abrechnen. Der Kunde könnte dann auf einen Rückbau bestehen. Ist dies nicht möglich, so kann eine Vergütungspflicht des Kunden entstehen. Die Höhe richtet sich dann nach der Wertsteigerung und dem Nutzen für den Kunden.

Vergütung: Der Kunde ist verpflichtet, ein ordnungsgemäß repariertes Auto abzunehmen. Die Vergütung wird mit der Abholung fällig. Wenn dabei schon Fehler auffallen, kann erst Nacherfüllung verlangt werden; die Rechnung kann dann noch offen bleiben.

Werden nicht vereinbarte Tätigkeiten in Rechnung gestellt, muss grundsätzlich nicht gezahlt werden. Problem: Die Werkstatt kann das Fahrzeug dann zurückhalten. Jetzt bleiben zwei Möglichkeiten: Mit der Werkstatt streiten und bis zur Klärung auf das Fahrzeug zu verzichten, oder zunächst unter Vorbehalt (Vermerk auf der Rechnung) zahlen, das Auto abholen und anschließend mit der Werkstatt rechtlich auseinandersetzen.

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