Wenn die Ampel umschaltet…

An einer Ampel, die von Grün auf Gelb umschaltet, muss man anhalten. Dabei kommt es nicht darauf an, an der Haltelinie anhalten zu können. Es reicht, wenn man mit einer normalen Bremsung zwar jenseits der Haltelinie, aber noch vor der eigentlichen Ampel anhalten kann. Andernfalls haftet der Fahrer bei einem Unfall.

.
Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins informiert über einen Fall des Gerichtes in Hamm. Dort wollte ein Mann mit seinem Motorroller an einer Ampelkreuzung geradeaus weiterfahren. Er fuhr in die Kreuzung ein, als die für ihn geltende Ampel auf Grün umsprang. Aus der Gegenrichtung näherte sich ein Lkw auf der Linksabbiegespur und fuhr in den Kreuzungsbereich ein. Seine Ampel sprang gerade von Grün auf Gelb um. Nachdem es zur Kollision der Fahrzeuge kam, verlangte der Rollerfahrer Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Das Oberlandesgericht sah eine überwiegende Schuld des Lkw-Fahrers. Er habe einen Gelblichtverstoß begangen. Das Gelblicht einer Ampel ordne an, das nächste Farbsignal der Ampelanlage abzuwarten. Springe es danach auf Rot, so wie hier, müsse der Fahrer anhalten. Zumindest soweit ihm dies mit einer normalen Bremsung vor der Ampelanlage möglich sei. Nur wenn das nicht geht, müsse der Kreuzungsbereich hinter der Ampel möglichst zügig und ohne Gefährdung überquert werden. Hier hätte der Fahrer anhalten müssen, da ein Anhalten vor Beginn der Rotlichtphase vor der Ampelanlage möglich war. Dabei komme es nicht darauf an, das Fahrzeug noch vor der Haltelinie anzuhalten. Es reiche aus, wenn das Fahrzeug noch vor der Ampel stehen bleiben kann.


Der Potsdamer Rechtsanwalt Mark Eplinius ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Strafrecht. Die Anwälte der Kanzlei Am Silbergraben 22 unterstützen Sie mit einer kostenlosen Kurzinfo unter 0331 / 231 801-0 oder unter www.eplinius.de.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Adresse

EPLINIUS
Rechtsanwälte

Fachanwaltskanzlei


Am Silbergraben 22
14480 Potsdam
-Hauptbüro-


David-Gilly-Str. 1
14469 Potsdam
-Büro Bornstedt-



Tel.: 0331 / 231 801 -0
Fax: 0331 / 231 801 -10
Mail: kanzlei(at)eplinius.de

WhatsApp:0157/ 859 12 122