Während des Urlaubs abgeschleppt…?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdam,  Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, während meiner Urlaubszeit parkte mein Auto vor meiner Haustür. Aufgrund von Straßenarbeiten wurde es in dieser Zeit abgeschleppt. Muss ich jetzt für die Kosten aufkommen? Charles E., Babelsberg

Unter Umständen schon. Für Verkehrsteilnehmer, die ihr Auto längere Zeit am Straßenrand abstellen, kann das Parken teuer werden, wenn dort während ihrer Abwesenheit ein Halteverbot eingerichtet wird. Der ADAC weist darauf hin, dass das neu aufgestellte Halteverbotsschild auch dann gilt, wenn der Betroffene es z.B. aufgrund einer Urlaubsreise nicht wahrnehmen konnte. Außer der fälligen Geldbuße muss der Autofahrer auch noch die Abschleppkosten tragen, so ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster. Um jedoch Wochenend-Urlauber nicht zu hart zu bestrafen, gewährte das Gericht dem Betroffenen allerdings eine Schonfrist von 2-3 Tagen. Die entsprechenden Halteverbotsschilder müssen deshalb bei Maßnahmen im Straßenverkehr, wie Bauarbeiten oder Straßenfesten, rechtzeitig vorher aufgestellt werden. Nur bei besonders dringenden Angelegenheiten darf diese Frist unterschritten werden.

Mein Tipp: Sind Sie längere Zeit abwesend, sollten Freunde oder Nachbarn in regelmäßigen Abständen nach Ihrem Fahrzeug schauen. Überlassen Sie diesen auch den Autoschlüssel, damit Ihr Fahrzeug gegebenenfalls umgeparkt werden kann. Sonst kann es passieren, dass nach Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Ihr Parkplatz leer und Ihr Briefkasten mit einer Zahlungsaufforderung gefüllt ist…

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