Betrunkener Fahrer… Auch Beifahrer können haften!

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdamFachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer mit einem alkoholisierten Fahrer im Auto sitzt und sich ein Unfall ereignet, haftet auch – sollte er von der Trunkenheit gewusst haben.

Es gehört zu den Sorgfaltspflichten des Beifahrers, sich zu erkundigen, ob der Fahrer fahrtüchtig ist. Dabei spiele es keine Rolle, ob man auf dem Beifahrersitz oder der Rückbank Platz nimmt. Kann ein Beifahrer erkennen, dass der Fahrer durch Alkohol, Übermüdung oder andere Dinge eingeschränkt ist, sollte er nicht in dessen Fahrzeug einsteigen.

Auch wenn der Mitfahrer Unsicherheiten im Fahrverhalten erst während der Fahrt bemerkt, sollte er eine Weiterfahrt unterbinden. Tut er es nicht und kommt es zu einem Unfall, bei dem der Beifahrer verletzt wird, kann sich sein Schmerzensgeld deutlich reduzieren.

Ist der Beifahrer gleichzeitig Halter des Fahrzeugs, drohen zudem versicherungsrechtliche Konsequenzen: In der Kaskoversicherung kann das bis zum vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes führen. Und die Haftpflichtversicherung fordert in der Regel den gezahlten Schaden zurück, sollte ein anderes Fahrzeug beschädigt worden sein.

Mein Tipp: Die teilweise komplizierte juristische Sachlage lässt einen einfachen Schluss zu: Der Fahrer muss immer nüchtern sein. Und am besten der Beifahrer auch. Das ist zwar keine Pflicht, kann aber zum Problem werden, wenn dieser alkoholisiert doch mal in das Lenkrad greift. Es drohen Unfälle und strafrechtliche Konsequenzen. Und Ärger mit den Versicherungen sowieso.

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