Verteidiger


Ein Beschuldigter kann sich zu jeder Zeit des Strafverfahrens einen Verteidiger nehmen.

Es ist ratsam, sich einen Verteidiger auszuwählen, der sich im Strafrecht auskennt und eine entsprechende Berufserfahrung vorweisen kann. (z.B. einen Fachanwalt für Strafrecht).

Wenn Sie sich für einen Verteidiger entschieden haben ist es wichtig, diesem jedes Detail mitzuteilen. Hilfreich ist hier z.B. ein Gedächtnisprotokoll zu dem vorgeworfenen Vorfall. Auch sollten Sie über den Sachverhalt mit niemandem sprechen, zu dem Sie nicht absolutes Vertrauen haben.

Der Verteidiger ist zur Wahrheitsfindung berufen; aber nur im Wege der Mitwirkung zugunsten des Beschuldigten.

Die Pflichten des Verteidigers bestehen in der Beratung des Beschuldigten, der Überprüfung der dem Beschuldigten zustehenden Rechte und dem Hervorbringen von Äußerungen, die für den Beschuldigten sprechen. Schließlich ist es auch Aufgabe des Verteidigers, den Sachverhalt sowohl durch die Einsichtnahme in die Ermittlungsakte zu erforschen, als auch durch eigene Ermittlungen aufzuklären und sich um eine Einstellung des Verfahrens zu bemühen.

Der Verteidiger ist zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet.

Ein Verteidiger darf immer nur einen Beschuldigten einer Tat vertreten. Der Beschuldigte darf sich jedoch bis zu 3 Verteidiger nehmen.

  • Der Pflichtverteidiger

Das Gericht bestimmt für den Beschuldigten einen Pflichtverteidiger, wenn aufgrund der Schwere der Anklage, der Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage oder aufgrund starker Defizite des Beschuldigten die Mitwirkung eines Verteidigers notwendig ist.

Der Pflichtverteidiger wird vom Gericht gestellt; der Beschuldigte wird jedoch vorab gefragt und kann einen Verteidiger auszuwählen.

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