Rückwärts im Parkhaus


VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Wer in einem Parkhaus rückwärts fährt, muss besonders vorsichtig sein. Bei einem Unfall mit einem Hindernis kann man nicht den Parkhausbetreiber haftbar machen. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Amtsgerichts München.

In dem dortigen Fall fuhr ein Autofahrer in eine Tiefgarage und wollte dort rückwärts einparken. Dabei übersah er einen roten Schutzbügel vor einem Regenrohr an der Wand des Parkhauses. An seinem BMW entstand ein Schaden von rund 1.300 Euro. Diesen Betrag forderte der Autofahrer anschließend vom Betreiber der Parkhauses. Er war der Meinung, der Bügel hätte  mit gelb-schwarzen Streifen gekennzeichnet müssen.

Die Klage war jedoch ohne Erfolg. Das Gericht sah keinen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht des Parkhausbetreibers. Beim Rückwärtsfahren müsse man besondere Vorsicht walten lassen. Im Zweifel müsse man zunächst aussteigen und sich den unübersichtlichen Bereich anschauen. Gegebenenfalls hätte er vorwärts einparken müssen, so das Gericht. Der Autofahrer könne sich auch nicht auf „schlechte Lichtverhältnisse“ berufen. Diese müssten eher ein Warnsignal sein, dass man vorhandene Hindernisse nicht rechtzeitig erkennen könnte.

Mein Tipp: Seien Sie vorsichtig im Parkhaus! Im Falle eines Schadens bleiben Sie in der Regel auf diesem sitzen; auch wenn die Stelle noch so unübersichtlich oder dunkel ist, haftet der Betreiber eher selten…

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