Rauchen nicht nur tödlich – auch arbeitsplatzgefährdend!

ARBEITSRECHT – Tipps von Rechtsanwältin Jana Steinhaus, Potsdam, Fachanwältin für Arbeitsrecht

Das Arbeitsgericht Krefeld hat kürzlich eine verhaltensbedingte Kündigung als rechtmäßig beschieden, die ohne vorherige Abmahnung ausgesprochen wurde, weil der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz -hier in einem LKW- geraucht hatte.

Bei dem Arbeitnehmer handelte es sich um einen Fernfahrer, der nicht selten auch Gefahrgüter -insbesondere leicht entzündbare Stoffe- transportierte.

Im Betrieb gab ein Rauchverbot am Arbeitsplatz. Zudem hatte jeder einzelne Fahrer einige Wochen vor Ausspruch der Kündigung eine Anweisung erhalten, nicht im Fahrzeug und auch nicht im Umkreis von 10 m um das Fahrzeug herum zu rauchen.

Der Arbeitnehmer meinte, die Kündigung sei nicht gerechtfertigt, da er keine brennbaren Stoffe geladen hatte, als er in seinem LKW rauchte. Deshalb bestand keine akute Gefährdung, weshalb vor der Kündigung zumindest eine Abmahnung erforderlich gewesen wäre.

Das ArbG war anderer Ansicht. Die konkrete Gefährdungssituation sei nicht ausschlaggebend. Vielmehr habe der Arbeitnehmer anhand der erst kurz zuvor ergangenen Anweisung klar erkennen können, wie wichtig dem Arbeitgeber das generelle Rauchverbot war. Deshalb hätte der Arbeitnehmer erkennen können, dass ein Verstoß so schwerwiegend sei, dass er einen fristlose Kündigung nach sich ziehen könne. Einer nochmaligen Abmahnung als entsprechendem Hinweis für den Arbeitnehmer habe es hier nicht bedurft.

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