Mit dem Herbst kommt die Kälte …und der Schimmel!

MIETRECHT – Tipps von Rechtsanwältin  Jana Steinhaus, Potsdam, Fachanwältin für Mietrecht

In der kalten Jahreszeit kommt es in vielen Wohnungen immer wieder zu  Schimmelbildung. Gerade in Altbauten, wie es sie bei uns in Potsdam in großer Zahl gibt, tritt das Problem immer wieder auf und führt nicht selten zu Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern.

Die meist schwarzen Schimmelkulturen finden ihren Nährboden an feuchten Stellen, die sich insbesondere an Außenwänden und in den Ecken der Außenwände bilden, wenn diese kalt sind und sich die Luftfeuchtigkeit aus dem Raum dort niederschlägt.

Bei normalem angemessenen Lüft- und Heizverhalten sollte sich kein Schimmel bilden. Geschieht dies doch, besteht bei erheblicher Einschränkung des Mietgebrauchs ein Minderungsrecht. Tritt Schimmel in der Wohnung auf, sollte der Mieter umgehend den Vermieter informieren und ihn zur Beseitigung auffordern. Die Mietminderung kann ab der Mängelanzeige geltend gemacht werden.

Oft folgt dann der Vorwurf des Vermieters nicht genug zu heizen und zu lüften.  Natürlich muss ein Mieter für einen ausreichenden Austausch der feuchten Raumluft mehrmals am Tag sorgen. Das bedeutet aber nicht, dass der Mieter zu permanentem Lüften verpflichtet ist. 3maliges Stoßlüften am Tag ist in der Regel ausreichend. Ist Schimmelbildung nur durch 5-7maliges Lüften abzuwenden, stellt dies einen Mangel der Mietsache dar. Das LG Aurich sieht schon das Erfordernis 4 mal am Tag ca. 15 Minuten querzulüften als nicht mehr zumutbar an.

Ist der Schimmel auf die baulichen Gegebenheiten des Hauses zurückzuführen und weigert sich der Vermieter trotz Aufforderung Abhilfe zu schaffen, kann der Mieter die Schimmelbeseitigung auch selbst beauftragen und die entstandenen Kosten vom Vermieter zurückverlangen. Will der Vermieter nicht zahlen, hat der Mieter die Möglichkeit,  mit seinen Mietzahlungen aufrechnen und sich so sein Geld zurückholen.

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