Irrtümer im Straßenverkehr

VERKEHRSRECHT -Tipps vom Fachanwalt

Was dürfen Sie und was nicht? Hier die häufigsten Irrtümer:

Am Ortsschild darf nicht geblitzt werden?

Stimmt nicht; die Polizei darf das. Die einzelnen Bundesländer empfehlen ihren Beamten allerdings, in der Regel mit Abstand zu blitzen.

Einen Parkplatz dürfen Sie freihalten?

Das können Sie versuchen; einen Anspruch für den Wagen bringt das aber nicht. Ist ein anderer Fahrer eher da, hat er Vorrecht.

Rechts überholen ist immer verboten?

Nein; rechts zu überholen ist erlaubt, wenn eine Kolonne mit maximal Tempo 60 fährt. Dann dürfen einzelne Fahrzeuge rechts vorsichtig mit maximal 20 km/h höherer Geschwindigkeit vorbei.

Unter 0,5 Promille droht keine Strafe?

Falsch, bereits ab 0,3 Promille und „Anzeichen von Fahrunsicherheit“ gerät der Führerschein in Gefahr.

Einen Autokaufvertrag können Sie 14 Tage widerrufen?

Stimmt nicht; das gilt nur für Internet- und Versandbestellungen sowie bei Haustürgeschäften. Der beim Händler unterschriebene Vertrag ist bindend.

Bei einer Polizeikontrolle müssen Sie umfassend Auskunft geben?

Auch falsch; außer Angaben zur Person müssen Sie nichts sagen. Niemand muss sich selbst belasten.

Falschparker darf man zuparken.

Nein, das ist nicht erlaubt und kann sogar als strafbare Nötigung gelten. Werden Sie durch einen Falschparker behindert, sollten Sie die Polizei rufen. Gegebenenfalls wird abgeschleppt.

Mit Promille lieber Fahrrad fahren.

Gefährlich und auch strafbar, besonders ab 1,6 %. Dann droht Ihnen sogar der sog. „Idiotentest“.

Barfuß darf man nicht Auto fahren.

Falsch, ausdrücklich verboten ist Ihnen das nicht. Erlaubt sind auch Badelatschen oder hochhackige Schuhe, ratsam sind die aber nicht.

Nach einem kleinen Parkunfall reicht ein Zettel.

Auch falsch. Sie sollten tagsüber mindestens 30, nachts 15 min warten. Danach informieren Sie die Polizei und hinterlassen den Zettel. Sonst droht ein Verfahren wegen Unfallflucht.

Die Versicherung zahlt nur mit Polizeiprotokoll.

Falsch! Ihre Ansprüche nach einem Unfall können Sie auch ohne Polizei geltend machen.

Wer auffährt, hat immer Schuld.

Stimmt meist, aber nicht uneingeschränkt. Im Zweifel muss ein Gericht über den Einzelfall entscheiden.

Lichthupe auf den Vordermann ist verboten.

Falsch. Um ein Überholen zu signalisieren, ist sie erlaubt. Nur dichtes aufdringliches Aufblenden kann als Nötigung ausgelegt werden.

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