Geschwindigkeitskontrollen und Messfehler

VERKEHRSECHT

Verkehrsanwälte müssen immer wieder feststellen, dass polizeiliche Geschwindigkeitsmessungen durch falsche Bedienung oder infolge technischer Fehler unrichtig sind. Oft lohnt sich ein genaueres Hinsehen! Hier einige Beispiele:

Radar: Typische Messfehler können entstehen, wenn sich mehrere Fahrzeuge im Radarbereich befinden; oft stimmt auch der vorgeschriebene Messwinkel nicht oder es wird durch Reflexion ein anderes Fahrzeug weiter hinten gemessen.

Laser: Messungen in der Fahrzeugmenge oder am Anfang einer Fahrzeugkolonne können fehlerhaft sein; oft werden auch eine falsch justierte Visieroptik nicht entdeckt oder die entsprechenden  Einsatzrichtlinien nicht beachtet.

Starenkasten: Teilweise fehlt eine regelmäßige Überprüfung der Kabelschleifen in der Fahrbahn, da sich diese abnutzen können; auch Gegenstände auf Messschleifen können Messwerte verfälschen.

Nachfahren mit Video: Eine zu kurze Messstrecke, ein ungenauer Tacho im Polizeiwagen oder ein ungleicher Verfolgungsabstand können zu Messfehlern führen.

Abstandsmessungen: Es kann fehlerhaft sein, wenn das Einscheren des Vordermannes oder dessen vorheriges Abbremsen nicht berücksichtigt werden.

Rotlichtverstoß: Hier können die Gelbphase zu kurz oder eine Glühbirne im Ampellicht defekt sein. Berücksichtigt werden muss auch, dass die Anhaltelinie oft vor der Messschleife liegt und damit ein Abzug zu erfolgen hat. Besonders kritisch sollte das „Mitzählen“ eines Polizeibeamten als Messgrundlage überprüft werden.

Es empfiehlt sich, den erhaltenen Bußgeldbescheid in Zweifelsfällen durch einen Verkehrsanwalt Ihrer Wahl überprüfen zu lassen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt dabei Ihre Kosten!

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