Falschparker… Mithaftung bei Unfall?

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, manchmal stelle ich mein Auto in der Potsdamer Innenstadt im Halteverbot ab, weil kein anderer Parkplatz frei ist und ich nur kurz etwas besorgen muss. Da es immer sehr eng ist frage ich mich oft, wer eigentlich im Falle eines Unfalles haftet. Habe ich eine Mitschuld, weil ich falsch parke? Marko R. Potsdam

Damit müssen Sie rechnen!

In heutigen Zeiten, in denen die Parkplätze immer knapper werden wird das Risiko beim Parken im Haltverbot von Autofahrern oft in Kauf genommen. Im Falle eines Unfalles kann es jedoch sein, dass diese Angewohnheit teuer wird. Neben dem Bußgeld für das Falschparken geht es auch hinsichtlich des erlittenen Autoschadens an den eigenen Geldbeutel!
Ein solches Urteil verhängte jetzt das Amtsgericht Frankfurt/M: Der Falschparker musste 25% der Schäden der Fahrzeuge bezahlen. In dem dortigen Fall touchierte ein Motorrad-Fahrschüler ein im Halteverbot abgestelltes Auto. Der Lack war ab! Die Versicherung der Fahrschule kürzte die Zahlung um 25%, worauf der Autohalter vor Gericht zog.
Das Gericht bestätigte jedoch die Mithaftung! Das Fahrzeug war einerseits falsch geparkt, da im eingeschränkten Halteverbot nur das Ein- und Ausladen gestattet war. Zum anderen war der Wagen ein Hindernis für den fließenden Verkehr, was zu dieser typischen Gefahrensituation und schließlich zum Unfall geführt hat.

Mein Tipp: Seien Sie vorsichtig beim falschen Parken; neben dem Bußgeld droht auch eine Mithaftung beim Unfall!

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