Enterbung von Kindern durch Berliner Testament ?

ERBRECHT – Tipps von Rechtsanwältin Anke Werth

Mit einem Berliner Testament können sich Ehepartner gegenseitig als Alleinerben einsetzen.

Gleichzeitig werden in der Regel die gemeinsamen Kinder als Erben nach dem Letztversterbenden benannt. Damit wollen die Eheleute sicherstellen, dass ihre im Laufe der Ehe geschaffenen Vermögenswerte nach dem Tod eines Partners beim anderen verbleiben. Auch die Kinder sollen hierauf zunächst nicht zugreifen können, sondern abwarten, bis auch der übrig gebliebene Partner verstorben ist.

Allerdings ist zu beachten, dass in dieser Testamentkonstellation die eigenen Kinder zunächst enterbt sind. Den Kindern  steht deshalb ein Pflichtteilsanspruch nach dem erstverstorbenen Elternteil zu, welcher auch direkt geltend gemacht werden kann. Eine „Enterbung“ ist somit nicht möglich, es verbleibt den Kindern immer zumindest ihr Pflichtteilsrecht. Dabei handelt es sich um die Hälfte des gesetzlichen Erbrechts.

Um den eigenen Kindern das Verlangen nach ihrem Pflichtteil jedoch nicht schmackhaft zu machen, ist es ratsam, eine sogenannte Pflichtteilsstrafklausel in das gemeinsame Testament mit aufzunehmen. Dies bedeutet, dass das Kind, welches auf die Auszahlung seines Pflichtteils nach dem Tod des einen Elternteils besteht, auch nach dem Tod des Übriggebliebenen nur den Pflichtteil verlangen kann.

Näheres zur Ausgestaltung gemeinsamer Testamente oder allgemein zum Erbrecht erfahren Sie in der Kanzlei Eplinius Rechtsanwälte aus Potsdam.

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