Ein Eichhörnchen ist kein Hase

VERKEHRSRECHT – Hinweis auf ein aktuelles Urteil von Fachanwalt Mark Eplinius, Potsdam

Ein Wildunfall ist nicht gleich Wildunfall. Teilkaskoversicherungen zahlen in der Regel nur bei einem Wildunfall mit Jagdwild. Bei kleineren Tieren wie Eichhörnchen muss die Versicherung nicht zahlen. Das Landgericht Coburg wies am 29. Juni 2010 die Klage einer Kundin einer Teilkaskoversicherung gegen ihren Versicherer wegen eines Wildunfalls ab. Das Tier, das den Unfall ausgelöst hatte, werde nicht vom Versicherungsvertrag erfasst, teilen die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mit.

Die Klägerin legte im Prozess dar, im Wald wäre plötzlich ein Tier in der Größe eines Hasen unter einen Vorderreifen ihres Pkw geraten. Dadurch sei das Fahrzeug ins Schleudern geraten und beim Unfall völlig zerstört worden. Die Klägerin wollte nun 6.000 Euro von ihrer Teilkaskoversicherung. Die Versicherung erklärte jedoch, es liege kein versicherter Wildunfall vor. Das Fahrzeug der Klägerin sei nicht mit Jagdwild kollidiert. Das Gericht folgte diesen Argumenten. Es ließ die am Unfallfahrzeug sichergestellten Tierhaare durch einen Sachverständigen überprüfen. Dieser stellte eindeutig fest, dass die Tierhaare von einem Eichhörnchen stammten. Ein Zusammenstoß mit Eichhörnchen falle jedoch nicht unter den Schutz der Teilkaskoversicherung, da es – anders als ein Hase – kein Jagdwild sei.

Quelle: www.verkehrsanwaelte.de

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