Die Facebook-Falle im Bußgeldverfahren

VERKEHRSRECHT – Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht

Nach einem Tempoverstoß ist die Behörde verpflichtet, den wahren Fahr­zeugführer zu ermitteln. Da dies nicht immer der Halter ist, statten die Ermittler auch mal Nachbarn oder Freunden des vermeintlichen Fahrers einen Be­such ab, um die Identität anhand des Radarfotos zu überprüfen. Ganz neue Möglichkeiten bieten sich der Polizei nun durch die sozialen Netzwerke im Internet wie Facebook, xing und Co. Hierdurch identifi­zierten kürzlich Ermittler aus Teltow einen Mann, der auf der Au­tobahn zu wenig Abstand gehalten hatte.

Also Vorsicht: Wer Bilder von sich in sozialen Netzwerken hinterlegt, bietet der Polizei so die beste Möglichkeit, in einer Ordnungswidrigkeit überführt zu werden. Mussten die Ermittler vor dem Zeitalter der sozialen Netzwerke auf jeden Fall im Umfeld der vermeintlichen Fahrer ermitteln, bieten die Internetplattformen ganz neue Möglichkeiten, einen Fahrer zu identifizieren. Gegebenfalls sollten dann die Fotos für ein paar Wochen herausgenommen werden.

Mein Tipp: Sollten Sie trotzdem identifiziert werden, gibt es weitere Ansätze zur Vermeidung einer Ahndung: Die Messungen der Radargeräte sind nicht immer zuverlässig. Deshalb lohnt ein Gang zum Verkehrsanwalt immer. Laut der sogenannten Blitzerstudie des Automobilclubs von Deutschland (AvD) von 2009 sind bis zu 80 Prozent der Bußgeldverfahren wegen Ge­schwindigkeitsüberschreitung formal oder technisch falsch! Mit einer Rechtsschutzversicherung sollten Sie also nicht zögern, Ihr Verfahren anwaltlich überprüfen zu lassen…

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