Das Stoppschild – wo müssen Sie anhalten?

VERKEHRSRECHT – Tipps vom Fachanwalt Mark Eplinius, Potsdam

Das Stoppschild ist die umgangssprachliche Bezeichnung eines Verkehrszeichen nach § 41 StVO. Ihr Fahrzeug müssen Sie in jedem Fall anhalten; d.h. alle Räder müssen ruhen. Eine vorgeschriebene Verweildauer gibt es nicht. Nur wo muss genau angehalten werden? Direkt in Höhe des Schildes, an der Haltelinie oder erst an der Sichtlinie im Kreuzungsbereich?

Bitte merken Sie sich dazu: Sofern eine Haltelinie (die dicke weiße Querlinie) vorhanden ist, muss an dieser angehalten werden. Gibt es eine solche Linie nicht, ist das Haltegebot dort zu befolgen, wo die sog. Sichtlinie ist. Diese existiert nur in Gedanken: sie ist weiter vorn, wo man den Querverkehr einsehen kann, ihn aber noch nicht blockiert.

Beachten Sie: Können Sie die Straße von der Haltelinie nicht gut einsehen, müssen Sie an der Sichtlinie zusätzlich anhalten.

Wie bei allen Vorfahrtszeichen gilt auch beim Stoppschild, dass eine eventuell vorhandene Ampel oder ein den Verkehr regelnder Polizist Vorrang vor dem Schild hat.

Vorsicht: Das Überfahren eines Stoppschildes kann für Sie teuer werden, wenn es dadurch zu einem Unfall oder Gefährdung kommt. Dann stellt das Überfahren einen schweren Verkehrsverstoß dar, worauf die Kaskoversicherung von ihrer Leistungspflicht befreit sein kann. Aber auch ohne Unfall drohen Ihnen im Falle einer Gefährdung eines anderen Fahrzeuges in einem Bußgeldverfahren Punkte in Flensburg und eine Geldbuße.

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