Blitzerfoto… Wenn das Bild unscharf ist!

VERKEHRSRECHT-Tips von Rechtsanwalt Mark EpliniusPotsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Herr Eplinius, ich bin vor kurzem geblitzt worden. Das Foto mit meinem Gesicht ist jedoch sehr unscharf. Lohnt es sich, dagegen vorzugehen? Karl-Heinz F., Potsdam/ Babelsberg

Auf jeden Fall. Ein Foto des Fahrers muss nach einem Verkehrsverstoß so deutlich sein, dass der Betroffene ohne Zweifel zu erkennen ist. Wenn das nicht der Fall ist, muss detailliert bewiesen werden, warum der Fahrer dennoch zu identifizieren sei. Über ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg berichtete die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins. In dem Fall wurde eine Autofahrerin wegen zu geringem Abstand zu einer Geldbuße von 160 Euro verurteilt. Das Amtsgericht erkannte die Frau angeblich anhand eines Fotos der Videoanlage. Tatsächlich war die Frau aber nur sehr schwer auf dem Bild zu erkennen: Das Kinn war durch das Lenkrad verdeckt; die Augen versteckten sich hinter einer Sonnenbrille. Aus diesen Gründen wurde das Urteil des Amtsgerichtes durch das höhere Oberlandesgericht wieder aufgehoben. Begründung: Der ursprüngliche Richter konnte die auf dem Foto erkennbaren Merkmale, welche die Frau identifizieren, nicht benennen und beschreiben. Auf Grund dessen wurde das erste Urteil für nichtig erklärt.

Mein Tipp: Es lohnt sich oft, gegen die Bußgeldbescheide vorzugehen. Nutzen Sie als Betroffener doch einfach unsere Strafzettelboxen an unseren Standorten: Wir helfen Ihnen und werfen einen Blick auf Ihren Bescheid! Für Sie ganz einfach: Bußgeldbescheid mit Telefonnummer einwerfen; wir überprüfen diesen auf Fehler und rufen Sie an, ob sich ein Einspruch lohnt! Der Einwurf ist unverbindlich – es folgt eine Ersteinschätzung der Sachlage sowie der möglicherweise zu erwartenden Kosten. Gern können Sie den Bescheid auch per Whatsapp an 0157/ 859 12122 senden.

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