Trunkenheit ohne Alkohol?

VERKEHRSRECHT – Tipps vom Fachanwalt Mark Eplinius , Potsdam

Ein Mix aus Medikamenten und anderen Stimulanzen kann unter Umständen auch zum Führerscheinentzug führen. Auf ein solches Urteil des Landgerichts Freiburg verweisen die Verkehrsanwälte (Arge Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein), welches eine Autofahrerin wegen »Trunkenheit am Steuer« verurteilte. Die Frau hatte Appetitzügler in Verbindung mit koffeinhaltigen Getränken zu sich genommen und fiel der Polizei auf, weil sie in Schlangenlinien fuhr. Die Beamten entzogen der Frau noch an Ort und Stelle den Führerschein, obwohl ihr kein Alkohol nachgewiesen wurde. Als die Sache anschließend vor Gericht kam, gaben die Richter den Polizeibeamten Recht: Gemäß § 316 des Strafgesetzbuches (»Trunkenheit am Steuer«) sei sie ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen gewesen. Wegen Verstoßes gegen eindeutige Hinweise auf dem Beipackzettel darf sie mindestens noch ein halbes Jahr kein Führerschein erhalten, obwohl der Vorfall zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung bereits anderthalb Jahre zurück lag.

Mein Tipp: Das hätte nicht passieren müssen. Ein Verkehrsanwalt hat es durchaus in der Hand, spätere Maßnahmen der Führerscheinbehörde zu stoppen. Auch wenn der Vorwurf der Polizei auf den ersten Blick zutreffend scheint, sollten Sie sich in jedem Fall verkehrsanwaltlichen Beistands versichern. Und mit einer Rechtschutzversicherung haben Sie kein Problem mit möglichen Kosten. Dabei haben Sie übrigens eine freie Anwaltswahl!

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