10 wichtige Urteile für Autofahrer: Nr.6 Unfall trotz Einparkhilfe

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Man kann es nicht auf die Technik schieben. Die Abläufe werden immer komplexer, aber für den Fahrer wird es dadurch auch immer komfortabler. Selbst mitdenken und auf die Umgebung achten muss man aber trotzdem noch, das kann und darf man der Technik nicht überlassen, wie auch ein Urteil des Amtsgerichts München bestätigt.

Ein Mann hatte einen Wagen gemietet. Als er diesen zurückgeben und auf dem Parkplatz der Vermietung abstellen wollte, musste er den Wagen rückwärts einparken. Obwohl das Auto über eine so genannte Einparkhilfe verfügte, fuhr der Fahrer gegen eine rückwärtige Begrenzung des Parkplatzes, wobei die Heckklappe beschädigt wurde. Die Einparkhilfe hatte kein akustisches Signal gegeben, da sich in Höhe des Abtaststrahls ein Hohlraum befand. Der Fahrer hatte sich zunächst geweigert zu bezahlen, weil ihn die Einparkhilfe nicht rechtzeitig vor dem Hindernis gewarnt habe. Anschließend klagte die Vermieterin auf Schadensersatz. Das Gericht gab ihr Recht. Eine Einparkhilfe entbinde den Fahrer eines Fahrzeugs nicht von seiner besonderen Sorgfaltspflicht beim Rückwärtsfahren. Er dürfe sich nicht allein auf die Technik verlassen, sondern müsse durch eigene Beobachtung sicherstellen, dass kein Hindernis den Weg verstelle.

Mein Tipp: Gleiches gilt übrigens auch für Navigationsgeräte; wer den Anweisungen folgt, obwohl sie sinnlos bis gefährlich sind, muss ebenfalls für möglicherweise entstandene Schäden haften.

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