10 wichtige Urteile für Autofahrer: Nr.3 Betrunken Radfahren – Führerschein weg?

VERKEHRSRECHT-Tipps von Rechtsanwalt Mark Eplinius, Potsdam, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht

Ein hartnäckiger Irrtum ist der, dass der Führerschein auch eingezogen werden kann, wenn der Autofahrer nicht mit seinem Pkw, sondern mit einem Fahrrad unterwegs ist und zuvor einiges an Alkohol zu sich genommen hat. Das ist aber falsch!

Nach einem Bericht der CHIP Communications GmbH kann die Polizei den Führerschein nicht ohne Weiteres wegen einer Straftat einziehen, die gar nicht mit dem Auto begangen wurde. Allerdings sollten Sie sich jetzt trotzdem nicht feucht-fröhlich auf Ihr Fahrrad schwingen, denn die Sache hat noch einen Haken. „Nicht ohne Weiteres“ bedeutet nämlich nicht „niemals“.

Vielmehr kommt es darauf an, ob man dem Fahrer noch ein Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr zutraut. Wer einen leichten Schwips hat, ist sicher nicht so verdächtig wie jemand, der einen offensichtlich hohen Blutalkoholgehalt hat oder schon mehrfach in dieser Situation erwischt wurde. Dann kann die Führerscheinstelle ein medizinisch-psychologisches Gutachten (sog. Idiotentest oder MPU) fordern, das feststellen soll, ob die Person überhaupt noch zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Ist das nicht der Fall, kann der Führerschein auch nach einer Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad entzogen werden.

Mein Tipp: Der Grenzwert fürs Radfahren ist 1,6 Promille. Allerdings kann der Führerschein auch schon bei weniger Alkohol in Gefahr geraten, wenn z.B. Fahrfehler hinzukommen. Vorsicht auch bei allen, die gar keinen Führerschein haben: Hier wurde auch schon ein Verbot zum Führen eines Fahrrades verhängt! Im Zweifel immer einen Anwalt fragen…

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